… Tag 11

Tag 11

Ich glaube die Nächte werden immer kürzer, denn das Blog schreiben, obwohl man nur kurz den Tag Revue passieren lässt, ist gar nicht so einfach. Es waren gut 5 Stunden Schlaf, das Frühstück, obwohl es ein Buffett sein sollte, war doch eher sehr spartanisch. Dafür gab es Orangensaft und ein Müsli.

Nun wir sind dann auch um 8.30 aufgebrochen, ich muss sagen ohne irgendein leiden, die Waden, der Rücken oder die Schienbeine Schmerzen, nur das Knie Schmerzen auf den ersten 30 Metern aber dann war nichts mehr zu spüren.

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Es ging heute nachdem wir Pontevedra verlassen hatten, auch recht schön über kleine Waldwege, oder an Weinbergen vorbei. Unterwegs trafen wir noch auf Griselde und Denise. Nach einem kurzen pläuschen brachen sie vor uns auf, denn wie Denise meinte wären wir ihr Schatten, das war in den letzten Tagen auch so, die beiden starten auch in der Regel recht spät, so wie wir und wir trafen uns immer an verschiedenen Rastplätzen oder Snackbars.

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Die ersten 10 km vergingen wieder wie im Flug und ließen sich, es hat sich etwas abgekühlt, sehr gut laufen auch die Anstiege klappten sehr gut. Wir kehrten in eine kleinem Café ein um kurz zu Rasten.
Grad als wir unseren Kaffee bekommen hatten, kamen die beiden Schöngeister, Michael und Susanne vorbei, aus der kurzen Pause wurde leider nichts.

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Es wurde schnell eine Stunde. Es war wie jedesmal mit den beiden ein Spaß. Wie gesagt nach besagter Stunde Pause ging es wieder los. Nach einer halben Stunde und einem Anstieg und Abstieg mehr, wollte ich gerne zu meinem kargen Frühstück in einer Tampas Bar stärken, nun ja , da hatte ich wohl nur Hunger …
Wir gingen weiter und weit und breit keine Möglichkeit sich vernünftig einzukehren oder zu rasten, so ging es weitere Kilometer durch eine Wunder schöne Landschaft.
Es war wieder eine Etappe die sich zu den schönsten Gesellen darf, so wie die letzten Tage. Und das ohne irgendeine Wade zwickt oder irgend ein anderes alt Herren leiden. Kurz vor Ziel trafen wir in einer Snackbar wieder auf Griselde und Denise, hier gab es nun ein schönes frisch belegtes Brot mit Schinken und Käse. Puh, ich war auch kurz vorm verhungern … von dort waren es keine 5 km mehr bis Caldas de Reis.
Sehr auf muntern waren auch alle km Steine, die die Entfernung bis Santiago anzeigen. So etwas über 42 km dürften es nur noch sein.

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Als wir in Caldas de Reis angekommen sind haben wir in einem Hotel mit Thermalbad eingecheckt, und eine Pilgerbehandlung bestellt. Erst eine halbe Stunde in einem blubber Becken mit Farbtherapie und anschließend Fuß und Beinmassage, das war ein Genuss und die Beine und Füße hatten es sich redlich verdient, schließlich haben sie uns schon soweit getragen und müssen nur noch 2 Etappen durchhalten.
Dieser Ort ist auch wieder etwas kleiner, dass wir in einer Tappas Bar auch gleich wieder einige bekannte wieder getroffen haben und auch gleich ein paar neue kennengelernt wie Stephan und Diana aus Hamm, die ihre Hochzeitsreise so ihre verbringen. Und Robin haben wir wieder getroffen, ein etwas durchgeknallter 29 jähriger Mann mit Tiroler Hut. Ach ja und Oliver, Verkaufsleiter aus der Mercedes Niederlassung aus Düsseldorf. Er geht auch den Camino zu ersten Mal und Last but bot least, Michael RA aus Puhlheim… Wir aßen ein paar Tappas und es gab ein paar Klara. Es waren wieder so unterschiedliche Menschen, die alle aus unterschiedlichen Beweggründen hier sind und das Ziel Santiago haben. Wieder etwas magisches.
Wen wir noch alles gesehen haben, würde hier den Rahmen sprengen, man hat sich auf dem Weg gesehen und hat sich hier wieder erkannt und freundlich gegrüßt.

Ich werde heute auch nicht soviel Bilder einstellen, denn das verkleinern, platzieren und hochladen dauert immer so lange und ich habe schon ein paar Bier auf und bin sau müde und freue mich auf morgen, es soll wieder eine tolle Etappe werden. Ich freue mich das ich es schon bis hierhin geschafft habe und habe mich gefragt wie es ist wenn man da ist …

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Liebe Grüße
Lemmy
P.S. … Wer Tippfehler findet darf sie behalten. Ich lese morgen Abend noch mal Korrektur….. Heute nicht mehr, gute Nacht.

Ein Gedanke zu „… Tag 11“

  1. Oh man… jetzt habt ihr es schon fast geschafft. Echt schade…
    Das Lesen Deines Blogs macht so viel Spaß, man fühlt sich, als wäre man live mit dabei und man spürt jedes zwicken und jeden Schmerz. Aber vor allem spürt man die Freude und die Kraft, die Ihr durch diese Reise gewinnt. Das kann Euch keiner mehr nehmen.
    Ich wünsche Euch für die restlichen Tage und Stunden noch viele viele tolle Erfahrungen und bin schon sehr gespannt auf einen Live-Bericht, wenn ihr wieder da seid.
    Ich muss sagen, ich bin ganz schön stolz auf meinen grossen Bruder
    Alles Gute weiterhin und liebe Grüße an Beate
    Deine kleine Schwester Karin

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